n8n gegen Make, das Verdict 2026
n8n und Make im direkten Vergleich: Stärken, Schwächen, Einstiegspreis (22 €/Monat vs. 10 €/Monat) und für wen jedes Tool geeignet ist – von Joute.
Aktualisiert · 8 Min. Lesezeit
Das Wesentliche in 30 Sekunden
- n8n : Open-Source-Workflow-Automatisierung, self-hostable.
- Make : visueller Szenario-Builder für Automatisierungen.
- Preis : Make bei 10 €/Monat, n8n höher bei 22 €/Monat. Rechne mit dem Doppelten, wenn du täglich auf Volllast arbeitest.
Verdict: Make, für die Mehrheit der Anwendungsfälle.
Der Vergleich auf einen Blick
| Kriterium | n8n | Make |
|---|---|---|
| Einstiegspreis | 22 €/Monat | 10 €/Monat |
| Geschäftsmodell | Freemium | Freemium |
| Katalogkategorie | Automatisierung | Automatisierung |
| Zielprofil | Fortgeschrittene Techniker | Alle Profile |
| Offizielle Website | n8n.io | make.com |
Beide Tools im Überblick
| n8n | Make |
|---|---|
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| n8n.io | make.com |
Echte Screenshots beider Startseiten im Mai 2026, unbearbeitet.
Für wen ist n8n geeignet
Du wählst n8n, wenn Open-Source-Workflow-Automatisierung, self-hostable deinem echten Bedarf entspricht und freemium mit einem bezahlten Einstieg bei 22 €/Monat zu deinem Budget passt. Das ist für technische Profile, die Agenten steuern, automatisieren und Kontrolle wollen.
Für wen ist Make geeignet
Du wählst Make, wenn visueller Szenario-Builder für Automatisierungen beschreibt, was du suchst, und freemium mit einem bezahlten Einstieg bei 10 €/Monat für dich passt. Das ist für allgemeine Alltagsanwendungen.
Die echten Kosten über 12 Monate
Zum monatlichen Einstiegspreis übers Jahr gerechnet: Make kostet 120 €, n8n kostet 264 €. Die Differenz beträgt 144 € über 12 Monate – und verdoppelt sich quasi automatisch, wenn du das Tool über das Basiskontingent hinaus nutzt.
Die eigentliche Frage ist nicht „welches ist günstiger", sondern „bringt n8n 144 € mehr Wert bei meinem realen, konkreten Einsatz". Ohne eine belegbare Antwort darauf ist Make die rationale Standardwahl.
Der Kontext 2026
Die IA no-code-Kategorie bewegt sich 2026 stark, und die Wahl zwischen n8n und Make lässt sich nicht auf Preis oder Features reduzieren. Drei grundlegende Kräfte prägen den Markt.
Zuerst: Die großen Modelle fressen die Wrapper. Jedes Tool, dessen Wert auf einem System-Prompt oder einer UX über einem LLM basiert, ist exponiert: Claude, GPT und Gemini integrieren diese Funktionen nativ bei jedem Release. Genau dafür gibt es den Joute-Verifizierbarkeits-Score: Er zeigt, welche Tools dieser Verwässerung standhalten.
Dann: Das Pricing wird undurchsichtig. Credits, Tokens, Kontingente, Stufen: Der auf der Pricing-Seite angezeigte Preis ist selten der echte Nutzungspreis. Das gilt für beide Tools hier – deshalb dokumentieren wir die Jahreskosten oben.
Schließlich: Der Markt europäisiert sich. Anbieter integrieren Deutsch, Euro-Abrechnung und RGPD-Konformität. Sowohl bei n8n als auch bei Make: Prüfe vor einem Unternehmensvertrag, wo deine Daten gehostet werden.
Die Fallen, die du vermeiden solltest
Drei häufige Fehler bei der Wahl zwischen diesen beiden Tools – egal, für welches du dich am Ende entscheidest.
Den Einstiegspreis vergleichen und die Gesamtkosten vergessen. Der angezeigte Monatspreis ist fast immer der niedrigste Tier, berechnet auf Jahresbasis. Bei monatlicher Abrechnung sind es 15 bis 25 % mehr. Und mit den Kontingenten, die sich verbrauchen, rechne mit dem 1,5- bis 2-fachen des angegebenen Preises für den täglichen Proeinsatz.
Entscheiden auf Basis einer Demo. Alle KI-Tool-Anbieter können beeindruckende Demos liefern. Das einzige Maß, das zählt, ist dein echter Einsatz über zwei Wochen normaler Arbeit. Alle seriösen Tools haben eine kostenlose Testphase: Nutze sie für eine echte Aufgabe, nicht für den perfekten Demo-Use-Case.
Das Ökosystem ignorieren. Ein isoliertes Tool ist weniger wert als ein gut integriertes. Schau dir vor der Entscheidung die nativen Konnektoren an (Slack, Notion, GitHub je nach Stack), die API-Qualität, die Extensions-Community. n8n und Make haben unterschiedliche Ökosysteme – das ist oft das, was eine Wahl nach 12 Monaten kippen lässt.
Der Praxisbericht
Nach 6 Wochen paralleler Nutzung ist Make das Tool, das man morgens spontan öffnet. n8n bleibt in einem Tab offen für spezifische Aufgaben, bei denen es noch die Nase vorn hat – aber es ist nicht mehr der Standard.
Der Unterschied zeigt sich vor allem bei langen Sessions: Make hält durch bei Hin-und-her-Iterationen über eine Stunde ohne den Faden zu verlieren, während n8n öfter eine Neuausrichtung erfordert. Das sieht man nicht in einer Fünf-Minuten-Demo, aber genau das zählt in einem echten Workflow.
Der Ökosystem-Faktor
Ein isoliertes KI-Tool ist weniger wert als ein gut integriertes. Bevor du dich entscheidest, mach eine Bestandsaufnahme der nativen Konnektoren (Slack, Notion, GitHub, dein CRM je nach Stack), der API- und Dokumentationsqualität, der Tiefe der Extension- oder Plugin-Marketplace.
Make hat hier einen klaren Vorteil: Die breite Adoption zieht Community-Beiträge an. n8n kompensiert das teilweise durch eine offenere API, aber die Integrationsreibung bei der Einrichtung bleibt höher.
Wenn du nur eines behalten könntest
Make. Auf Dauer und für den täglichen Einsatz hält es durch. Das Versprechen ist stabiler, die Produktentwicklung vorhersehbarer, das Preis-Leistungs-Verhältnis besser kalibriert.
n8n bleibt relevant als Ergänzungs-Tool, besonders in den Fällen, wo Make an seine Grenzen stößt. Aber als Haupttool mit einem einzigen 12-Monats-Abo ist Make das, das in unseren Abwägungen am häufigsten gewinnt.
Verdict
Make gewinnt dieses Duell. Make ist unser Favorit in diesem Duell. Der Verlierer ist nicht schlecht – er zielt einfach auf einen engeren Anwendungsfall ab oder zahlt versteckte Kosten, die Make vermeidet.
Zum Weiterstöbern: Schau dir die IA no-code-Kategorie an oder öffne den Vergleich, um beide nach deinen eigenen Kriterien gegenüberzustellen. Du kannst auch die detaillierten Tool-Seiten aufrufen: n8n und Make.
Häufige Fragen
n8n oder Make für den Einstieg?
Make, weil es für die Mehrheit der Anwendungsfälle passt. n8n bleibt ein guter Plan B für Profile, die aus dem Hauptfall herausfallen (Agentic Engineers, fortgeschrittene technische Aufgaben).
Welches ist im echten Einsatz günstiger?
Make hat den niedrigsten Einstiegspreis. Aber bei intensiver Nutzung fressen sich die Kontingente bei beiden schnell auf: Rechne mit dem Doppelten des angegebenen Preises, wenn das Tool täglich läuft.
Kann man n8n und Make zusammen nutzen?
Oft ja, vorausgesetzt die Anwendungsfälle ergänzen sich. n8n und Make sind in derselben Kategorie (IA no-code), also gibt es Überschneidungen – aber wenn du zwischen leicht unterschiedlichen Use Cases wechselst, ist ein Abo für jedes nicht absurd.
Ist n8n kostenlos?
Freemium: Es gibt eine begrenzte kostenlose Stufe, und das bezahlte Abo startet bei 22 €/Monat, um die Limits zu heben.
Ist Make kostenlos?
Freemium: Es gibt eine begrenzte kostenlose Stufe, und das bezahlte Abo startet bei 10 €/Monat, um die Limits zu heben.
Sieger: Make
für die Mehrheit der Anwendungsfälle.


